Neuer Hahnenschrei Juni/Juli 2020

Liebe Gemeinde und liebe Gäste,

hinter uns allen liegen schwere Tage und Wochen. Vielen fehlen die Angehörigen, die sie nicht sehen durften. Kinder vermissten ihre Freunde im Kindergarten und in der Schule, wieder andere machen sich Sorgen um die Zukunft ihrer Arbeit. Ein Osterfest das so ganz anders war, ohne das Feiern der Osternacht. Begegnungen waren nicht möglich und in Ostritz gab es kein Saatreiten!
Und dennoch war, ist und bleibt die Osterbotschaft gleich: Jesus ist auferstanden! 50 Tage später feiern wir Pfingsten, das Fest, welches so schwer zu fassen ist, ganz anders als Ostern oder Weihnachten.
Pfingsten ist für uns Christen das Fest der Sendung des Heiligen Geistes und gilt als Geburtsfest der Kirche. Damit endet die 50-tägige Osterzeit. Die Bibel versteht den Heiligen Geist als schöpferische Macht allen Lebens. Er ist nach kirchlicher Lehre in die Welt gesandt, um Person, Wort und Werk Jesu Christi lebendig zu erhalten.
Ich wünsche uns allen, dass der Heilige Geist auch auf uns herabkommt, und unsere Herzen erreicht und zum „brennen“ bringt. So wie damals bei den Emmausjüngern als Ihre Herzen aufgingen (brannten), als Jesus mit ihnen redete.
Heute haben wir GOTTES WORT in der Heiligen Schrift. Der Heilige Geist möge uns rechtes Verstehen schenken.
Bringt eure Sorgen, Ängste und Nöte im Gebet vor Gott. Seid gewiss, Jesus weiß was wir bedürfen. Gerade in dieser Zeit wird ER uns stärken, ermutigen und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken lassen.
Ich möchte Sie und Euch grüßen mit einem Bibelwort, einem Spruch aus Uganda den ich gefunden habe und einem kurzem Gebet.

Der Herr aber, der selber vor Euch hergeht, der wird mit Dir sein und wird die Hand nicht abtun und dich nicht verlassen. Fürchte dich nicht und erschrick nicht (5. Mose 31, 8).
Bewahre uns, Gott, vor Panik, wenn kritische Stunden, Tage, Wochen und Erschrecken über uns kommen. Lass uns nicht vergessen, dass du Sorgen nicht immer von uns fernhältst, aber du uns durch sie hindurch begleitest (aus Uganda).

Gebet: Du sagst uns: Fürchte dich nicht! Lass zu, dass sich Wege ändern und Pläne nicht gelingen. Dennoch ist der Weg gut! So lass uns dir vertrauen und ohne Angst den Weg gehen, der vor uns liegt, welchen du für uns bestimmt hast. Amen
Ihnen und Euch ein gesegnetes Pfingstfest,
Ralph Köhler (Kirchenvorstand)

Editorial Hahnenschrei Juni/Juli 2020

Hahnenschrei April/Mai

Andacht zum Monatsspruch April: Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. 1.Kor 15,42

Die Natur veranschaulicht jedes Jahr diesen Prozess von Saat und Ernte: Das Samenkorn wird in die Erde gelegt, woraus in der Regel wieder etwas wächst. Mit der Aussaat beginnt somit der Prozess für neues Leben. Das bestätigen wir gern für diejenigen Bereiche, wo wir das selber probiert und anschaulich nachvollzogen haben, – zum Beispiel in unserem Garten.
Doch bezogen auf die Erdlegung unserer sterblichen Leiber – als eine Art Samenkörner – fällt es uns schwer, diesen Verwandlungsprozess anzunehmen oder zu begreifen. Das ging schon damals der Gemeinde in Korinth so, denen schreibt Paulus: „Es könnte aber jemand fragen: Wie werden die Toten auferstehen und mit was für einem Leib werden sie kommen? Du Narr: Was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt. Und was du säst, ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, sei es von Weizen oder etwas anderem. So auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Armseligkeit und wird auferstehen in Kraft. Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Gibt es einen natürlichen Leib, so gibt es auch einen geistlichen Leib (1. Korintherbrief 15,35-37.42-44).“ [Read more…]

Neuer Hahnenschrei Februar/März 2020

Liebe Gemeinde, liebe Gäste,

die Weihnachtszeit ist mit „Marie Lichtmess“ am 2.2. nun endgültig vorbei (Herzliche Einladung zum Familiengottesdienst!, siehe Seite 6). Auch ein Ende des Winters ist absehbar, die Tage werden immer länger und heller. Langsam richten sich unsere Sinne auf Ostern. Langsam, denn die Passionszeit, die am 26.2. mit dem Aschermittwoch beginnt, gibt uns fast sieben Wochen Zeit, uns auf den Weg zu machen. Der Glaube ist ein Prozess! Mit dem Aufruf zum Fasten erinnert diese Zeit uns daran, dass alles Wesentliche von Gott kommt und dass, wenn wir leer und erwartungsvoll werden, Gott uns mit seinem Geist erfüllen kann. So will er uns frei, weit und mitmenschlich werden lassen.
Als besondere Ereignisse im Gemeindeleben erwarten uns der Weltgebetstag der Frauen (zu dem auch die Männer herzlich eingeladen sind!) am 6.3. Dieses Jahr nimmt er sich dem Land Simbabwe an. Und uns erwartet die Ökumenische Bibelwoche in der zweiten Märzwoche. Sie wird sich mit dem 5. Buch Mose beschäftigen – ein zunächst fremd und überholt wirkendes Buch, doch lassen wir uns überraschen, wie es auch uns heute ansprechen kann.
Auf eine fröhliche und auch ernste gemeinsame Zeit!
Eva Langenbruch.

(Editorial Hahnenschrei)

Hahnenschrei Dezember 2019 / Januar 2020

Liebe Gemeinde, liebe Gäste,

Veränderung ist ein Kennzeichen von Lebendigkeit. Jesus – seine Geburt vor gut 2000 Jahren in Betlehem – hat die Welt bis heute nachhaltig verändert. Das feiern wir besonders am 24. Dezember! Und seine Botschaft, Gottes Wort, möchte in unserem Herzen, in unseren Familien, in unseren Dörfern und Städten großartige Veränderungen bewirken. „Fürchtet euch nicht!“, ruft auch uns die Engelschar in der Christnacht zu. Solche und andere Impulse finden Sie in unterschiedlichen Veranstaltungen unserer Kirchgemeinde, die auf folgenden Seiten einladen. Auf der Rückseite und unter der Rubrik Kirchenvorstand gewinnen Sie einen kleinen Einblick in das, was sich bei uns 2019 durch viele Mitwirkende bewegt hat. Zugleich möchte ich jeden ermutigen, im Jahr 2020 weiterhin oder ganz neu konstruktiv mitzuwirken, mitzudenken und mitzubeten in unserer Kirchgemeinde.
Eine wichtige Änderung ab 01. Januar 2020 ist unsere Kirchgemeindevereinigung, die wir am 26. Januar 2020 um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in Dittelsdorf geistlich gestalten und mit Ihnen feiern wollen. Auf Seite 14 sollen zudem Veranstaltungen aus unserer Region unter der Rubrik „Über den Tellerrand“ einladen, sich gegenseitig zu besuchen.
Im Herbst wird unser Leitungsgremium, der Kirchenvorstand, neu gewählt, was ebenfalls neue Ideen und Gestaltungsmöglichkeiten mit sich bringen kann. Gehen wir zuversichtlich und voller Hoffnung in ein neues Jahr, unser Herr und Heiland Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in alle Ewigkeit. Mögen wir das an guten Früchten immer wieder neu erfahren, herzlichst Pfarrer Martin Wappler

Neuer Hahnenschrei Oktober-November 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

unsere sieben Kirchtürme zieren die Titelseite unseres Hahnenschreis. Wie liebevoll erhobene Zeigefinger ragen ihre unterschiedlichen Spitzen meist weithin sichtbar in den Himmel und wollen uns genau an denselben erinnern: zu den traditionellen Erntedankfesten daran, woher uns alles Gute zukommt, wenn wir gemeinsam einstimmen in den Klassiker „Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn, drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!“; zu unseren Kirchweihfesten daran, wie wichtig unseren Vorfahren der christliche Glaube gewesen ist und wie viele Menschen bereits in diesem besonderen und altehrwürdigen Gebäuden Trost, Zuversicht und Perspektive für ihr Leben gewonnen haben; zum Reformationstag soll an unsere evangelische Wurzeln „allein der Glaube, allein die Gnade, allein die Schrift, allein Jesus Christus“ erinnert werden, zum Buß- und Bettag daran, wie gut Versöhnung, Vergebung und das einfache Gebet tut; zum Ewigkeitssonntag daran, dass es weit mehr gibt als nur ein irdisches Leben.
Unser Kirchenjahr, ein bunter und wertvoller Blumenstrauß ganz unterschiedlicher Couleur besonders in dieser herbstlichen Jahreszeit. Sie werden in diesem unserem Hahnenschrei noch viel mehr entdecken. Und ich bin gewiss, es ist auch etwas für Sie dabei! Herzliche Einladung und Grüße,
Pfarrer Martin Wappler (Editorial Hahnenschrei)

Neuer Hahnenschrei August/September 2019

Andacht

Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe. (Matthäus 10,7)

Stell dir vor, in deiner unmittelbaren Nähe wird bald ein großes Fest gefeiert. Doch du weißt nichts davon. Dann findet dieses Ereignis ohne dich statt! Weil du davon nichts wusstest, bist du nicht hingegangen. Wie auch? Du wirst dich gewiss ärgern, sobald du erfährst, ein Teil deiner Freunde war dort, ohne dich zu informieren. Vielleicht wärst du auch nicht hingegangen, wenn du davon gewusst hättest. Aber jeder möchte das gerne selbst entscheiden. Niemand will von wichtigen Informationen ausgeschlossen sein. Daher hätte es sich gehört, dir alle Daten zur Verfügung zu stellen und es dann dir zu überlassen, wie du dich dazu verhältst.
Genau das erwartet Jesus Christus von seinen Jüngern: Sie sollen allen sagen – also reden, sprechen, erklären, predigen –, dass das Himmelreich nahe ist. Der Hörer wird dadurch in die Lage versetzt, eine reife und eigene Entscheidung zu treffen. Ihm werden keine Informationen vorenthalten. Er kann sich nun innerlich entschließen, in das Himmelreich Gottes einzutreten oder es eben sein zu lassen. Das nenne ich fairen Respekt auf Augenhöhe.
Das Ergebnis wird infolgedessen sein: Im Himmelreich sind nur diejenigen, die willentlich und bewusst dort eingetreten sind. Alle anderen sind nicht dabei; – aufgrund ihrer persönlichen Wahl!
Genauso würde es sich vermutlich jeder bei seinen eigenen Festlichkeiten wünschen: Er möchte nur diejenigen dabei haben, die gerne kommen! Wer nicht kommen mag, der soll bleiben, wie man so schön sagt, wo der Pfeffer wächst.
„Gut“, sagst du vielleicht wie viele andere auch, „ich werde es mir überlegen mit dem Himmel. Ich habe ja noch Zeit.“ Diese verbreitete Einstellung birgt jedoch einen großen Irrtum. Wenn Jesus dich heute ruft, „Komm!“, und du erklärst, „Jetzt passt es mir nicht!“, dann hast du vielleicht deine Gelegenheit vergeben. Jesus vergleicht diesen Gedanken einmal mit einer Hochzeitsfeier (Mt 22). Nachvollziehbar: Denn es gibt für jede Hochzeit einen einzigen, festen Termin. Wer an diesem Datum nicht teilnehmen kann oder will, der wird diese Hochzeit verpassen und niemals nachholen können.
Daher rät bereits der Volksmund: Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen! Das Himmelreich ist nahe, du bist eingeladen, – tritt ein, herzlich willkommen,
Pfarrer Martin Wappler

Neuer Hahnenschrei (Gemeindeblatt) Juni/Juli

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ereignisreiche Wochen liegen hinter uns. Anlässe und Erlebnisse, bei denen wir die Gemeinschaft in unseren Kirchgemeinden immer wieder neu erfahren konnten: die Osterzeit mit den Abendmahls- und Osternachtsfeiern an den verschiedenen Orten, die Kinderbibeltage in Wittgendorf, der Tauferinnerungsgottesdienst in Ostritz und die Konfirmandenzeit mit dem Vorstellungsgottesdienst und der feierlichen Konfirmation als Höhepunkt. Wo kann man die Gemeinschaft im Namen Jesu besser erleben, als bei diesen Ereignissen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus unseren Gemeinden haben hier den Schritt gewagt, haben es gewagt, sich auf dieses Miteinander einzulassen. Und wir laden weiterhin ein, auch Sie: zum Lesen, Stöbern und Entdecken, aber auch zur Begegnung in der Gemeinschaft, an einem der kommenden Sonntage. Wir freuen uns auf Sie,
herzlichst, Stefanie Hirsch, Gemeindepädagogin

(Editorial Hahnenschrei)

Hahnenschrei April/Mai 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Passionszeit, in der wir das bittere Leiden und Sterben unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi bedenken, gipfelt mit der Kreuzigung des Sohnes Gottes in den Karfreitag, doch triumphiert der Auferstandene bereits kurze Zeit später am Ostersonntag, – was wir alles in unseren vielfältigen Veranstaltungen und Gottesdiensten bedenken.

Der Tod spricht niemals das letzte Wort!
Nach dem Winter blüht nun auch die Natur wieder auf und malt uns anschaulich vor Augen, dass es eine Auferstehung gibt. Es gibt also reichlich zu feiern und viele Gelegenheiten zu guter Gemeinschaft und tiefgründigem Wort, wie Sie auch dieser Hahnenschrei-Ausgabe entnehmen können.
Viel Freude beim Entdecken, Lesen, Genießen,
und auf eine baldige Begegnung,
herzlichst Pfarrer Martin Wappler
(Editorial Hahnenschrei)

Hahnenschrei Februar/März 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Fasten ist in Mode. Vielleicht fasten Sie ja auch, mindestens einmal im Jahr, weil es gesund ist, weil der Körper mal entschlacken muss – und weil Sie gern etwas schlanker werden wollen.
Fasten ist in Mode, weil wir nicht nur von allem reichlich haben und viel zuviel essen. Sondern weil wir auch überschüttet werden mit Werbung für Konsumgüter, weil wir viel mehr besitzen als wir brauchen und weil wir uns immer wieder zum Kaufen verführen lassen. Die Dinge, die ich besitze, die besitzen eigentlich mich.
Und dann kommt die Fastenzeit. Für mich die intensivste Zeit des Jahres. Die Zeit, in der ich bewusst verzichte und staunend erkenne, wie wenig ich eigentlich brauche von den Dingen, die mich abhängig machen wollen. Dann feiern wir Weltgebetstag und hören, wie Menschen fast überall auf der Welt viel bescheidener leben als wir in Deutschland, aber auch viel mehr Gottvertrauen haben als wir. Und wir treffen uns zur Bibelwoche, lesen vom Glaubenszeugnis der ersten Christen und fragen uns, was eigentlich wir antworten würden auf die Frage nach unserem Glauben.
Fastenzeit ist wie eine Tür, die sich mir öffnet auf der Suche nach dem, was wesentlich ist.
Ihre Barbara Herbig

(Editorial Hahnenschrei)

Neuer Hahnenschrei Dez 2018/Jan 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Frieden – wie glücklich dürfen wir uns schätzen, wenn wir ihn erleben, wie sehnen wir uns danach, wenn wir ihn nicht erfahren. Dass er nicht selbstverständlich ist, dass um ihn gerungen, dass er gepflegt, dass er gesucht werden muss, das haben auch die vergangenen Wochen wieder gezeigt: im internationalen Kontext, als an das Ende des 1.Weltkrieges vor hundert Jahren gedacht wurde, im regionalen Zusammenhang beim Ostritzer Friedenfest und bei der Friedensdekade. Da wurde um Gottes Frieden gebetet, der höher ist als all unsere Vernunft. Bei uns Menschen hier auf der Erde bleibt es ein „Dazwischen“: das Friedliche und Schöne, wie wir es auch in unserer Gemeinde erleben durften: die Frauen beim Frauenverwöhnwochenende, die Kinder bei den Kinderbibeltagen, die Jugend bei der neuen JG, um nur einiges zu nennen. Und das Erwarten von noch Größerem, das Erwarten des Friedenskönigs, der sich im Weihnachtsfest ankündigt und Hoffnung und Zuversicht schenkt. So freuen wir uns auf die Advents- und Weihnachtszeit, auf Konzerte, Krippenspiele und gemeinsame Feiern, die uns ein Stück von Gottes neuer, friedlichen und heilvollen Welt nahe bringen. Und auch in das Neue Jahr dürfen wir dann fröhlich und zuversichtlich starten. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen wahren Frieden. Frieden, der sich nicht zufrieden gibt und gleichzeitig Gottes Frieden erwartet und empfängt.
Ihre Eva Langenbruch

(Editorial Hahnenschrei)