Hahnenschrei August/September 2022

Liebe Gemeinde und liebe Gäste,

die Sommerferien stehen vor der Tür. Viele von uns denken nun vor allem voraus, planen den Urlaub, freuen sich auf Begegnungen und Feste, bitten Gott um Bewahrung und Begleitung in dieser Zeit.

Wir wollen hier und heute aber auch Rückschau halten auf das, was wir in den vergangenen Monaten als Kirchgemeinde zusammen erleben durften. Da haben wir eine Menge Grund zum Danke-Sagen.
Danke an all diejenigen, die zum Gelingen der verschiedenen Veranstaltungen durch ihr Engagement beigetragen haben. Vor allem aber wollen wir Gott, unserem Vater im Himmel danken, für seine Nähe und Bewahrung, für seinen Segen, mit dem er uns durch die zurückliegende Zeit begleitet hat.

Wir haben gemeinsam mit unseren Schwestergemeinden aus Zittau und dem Gebirge Himmelfahrt gefeiert und einen ökumenischen Pfingstgottesdienst mit unseren katholischen Geschwistern in Ostritz, beim Lausitzkirchentag in Görlitz gab es viel zu erleben und zahlreiche Begegnungen mit anderen Christen. Wittgendorf hat seinen 700. Geburtstag gefeiert mit einem bunten Programm und einem feierlichen Festgottesdienst.

Das alles liegt nun hinter uns und wir blicken voraus auf die kommende Zeit – Ferien, (Kinder-)Rüstzeiten, Schulanfang und Neubeginn. Das alles liegt nun vor uns. Wie das alles werden mag? Wir dürfen alles, was vor uns liegt, was wir planen und überlegen, getrost in Gottes Hand legen. Er wird uns begleiten, wo wir auch sind.
Stefanie Hirsch

 

Präsentation Pfarrstelle Ostritz

Wir würden uns sehr freuen, wenn die Pfarrstelle in Ostritz wieder besetzt wird. Dafür haben wir ein paar Informationen zusammengefasst, die sich nach den Kategorien der landeskirchlichen Empfehlungen richten:

(1) Gemeindesituation

Die sieben, mehrheitlich dörflich-ländlichen Orte, unserer Kirchgemeinde Siebenkirchen-Dittelsdorf (mit ca. 1.800 Gemeindegliedern bei ca. 8.000 Einwohnern) sind über mehrere Jahrzehnte zusammengewachsen und bilden seit dem 01.01.2021 mit der Stadt Zittau und dem Zittauer Gebirge – Olbersdorf ein Schwesternkirchverhältnis auf dem Weg. Jedes Dorf hat eine Kirche mit vermietetem Pfarrhaus und Friedhof. Das zentrale Pfarramt befindet sich in Dittelsdorf mit einer Außenstelle in Ostritz. Die gemeinsame Verwaltungszentrale ist in Zittau geplant.

Die Ostritzer Pfarrstelle seit 2018 vakant, worunter zahlreiche Dienste leiden (wie Kurrende*, Posaunenchor*, Rentnerkreise, Hausbesuche, Gottesdienste im Pflegeheim, Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche: u.a. Friedensgebete, Kloster Marienthal und auch die aktivere Mitwirkung bei kommunalen Ereignissen). Hier schlummert Potential, welches je nach Begabungen wiederentdeckt oder auch ganz neu entwickelt werden kann. Die Pfarrstelle enthält daher große Freiheiten, eigene Akzente mit individuellen Leidenschaften zu setzen. (* Es werden keine musikalischen Fähigkeiten erwartet!)

Gleichwohl es eine Aufteilung der Seelsorgebezirke (bisher für die Pfarrstelle Ostritz, Leuba und Schlegel) gibt, findet eine enge Zusammenarbeit zwischen allen Orten statt mit Regionalgottesdiensten, zahlreichen gemeinsamen Veranstaltungen (Friedensgebete in Ostritz, Bibelwoche in Hirschfelde, Johannistag in Wittgendorf, Himmelfahrt am Buchberg in Dittelsdorf, usw. [siehe auch www.siebenkirchen.de]), Konzerten, gemeinsamer Konfirmanden- und Jugendarbeit und eine Rotation der Verkündigenden durch alle Predigtstätten (Nord-Süd-Ausdehnung ca. 20 km, Auto und Fahrbereitschaft ist erforderlich). Ostritz unterhält eine aktive Freundschaft zur Partnergemeinde Kneesebeck.
Besonders feierlich und aufwendig werden die Erntedank- und Kirchweihfeste gefeiert, wie natürlich ebenso die Kirchen zu den Christvespern mit Krippenspielen als auch zu Ostern gut gefüllt sind. Wer als Pfarrer reiten mag, wird beim traditionellen Saatreiten gerne gesehen!

Das Miteinander ist offen, herzlich und anders als in städtischen Gebieten, - familiärer, was viele schöne Seiten hat, gleichwohl Herausforderungen birgt, an denen man gemeinsam wächst!

(2) Arbeitssituation

Alles für den Dienst erforderliche wird unkompliziert angeschafft. Natürlich sind Internetanschluss, WLAN und ein neues Multifunktionsgerät im Pfarramt Ostritz, Präsentations- und Beschallungstechnik bereits vorhanden.

In Ostritz - wie in jedem unserer Orte - gibt es engagierte ehrenamtliche Mitarbeitende, die sich gerne und intensiv einbringen. Dennoch könnten es mehr sein, denn nicht zuletzt aufgrund der demographischen Entwicklung bleiben manche Plätze leer! Wir haben einen Kirchenvorstand (mit 12 Mitgliedern) und in jedem unserer Orte einen eigenen Ortsausschuss, der sich für die lokalen Belange einsetzt. Es gibt in der ganzen Kirchgemeinde zwei Verwaltungsmitarbeiterinnen, mehrere Friedhofsmitarbeiter, eine Gemeindepädagogin, zwei Organisten, mehrere geringe Anstellungsverhältnisse (Hausmeister, Küsterdienst, etc.), einen Prädikanten und einen Pfarrer in Oberseifersdorf.
Die Zusammenarbeit im Schwesternkirchverhältnis (u.a. gemeinsame Dienstberatungen), in der Region (Pfarrkonvent) und im Kirchenbezirk (u.a. Konficastle, Konfitag, und andere Projekte) sind ein gutes Miteinander. Der Kirchenbezirk beteiligt sich am Projekt „Gütesiegel Familienorientierung“.

Das Pfarrhaus in Ostritz ist das modernste in Siebenkirchen. In der ersten Etage befindet sich die Dienstwohnung (siehe Folgeseite), im Erdgeschoss zwei Gemeinderäume (mit Klavier/Flügel), WC-Anlage und Küche (mit moderner Industriespülmaschiene). Es gibt sowohl Kellerräume, einen geräumigen Dachboden, einen sehr schönen Garten in ruhiger, abgelegener Lage hinter dem Haus, Schuppen, Parkplätze und einen kleinen Spielplatz. Ebenfalls befindet sich hier ein Pfarramtsbüro, welches Dienstags von 15 bis 18 Uhr besetzt ist. Dieser Raum kann bei Bedarf als externes Dienstzimmer neu gestaltet werden!
Gegenüber dem Pfarrhaus liegt ein Seniorenheim St. Antoni Stift und in Schlegel befindet sich der Pater-Kolbe-Hof, wo Gottesdienste gehalten und Besuche durchgeführt werden können. Die Dienstwohnung ist aktuell vermietet, jedoch werden die Mieter demnächst in eigenen Wohnraum umziehen (bis Ende 2022), sodass die hellen Räume nach persönlichen Wünschen renoviert werden können. Alle Kirchen (bis auf Schlegel = in Arbeit) sind in einem gutem, baulichen Zustand.

Kontakte zur politischen Gemeinde sind vorhanden (u.a. Friedensfest, Feuerwehrfeste). Eine neue, junge Bürgermeisterin (Stefanie Rikl, Gemeindeglied) ist offen für kirchgemeindliche Belange und wird in den nächsten Jahren gewiss das ein oder andere bewegen und sich über Unterstützung freuen.

(3) Wohnsituation

Die Wohnung in der ersten Etage ist geräumig, lichtdurchflutet und liegt in einer kleinen Nebenstraße, gleichwohl ist man zu Fuß in zwei Minuten in der Kirche und in drei Minuten im Stadtzentrum. Die Mietpreise in der Region sind niedrig! Einkaufsmöglichkeiten befinden sich ebenfalls in der Nähe.
Der große Garten um das Pfarrhaus bietet für Kinder und zum Erholen viel Freiräume und Gestaltungsmöglichkeiten. In den Gemeinderäumen im Erdgeschoss finden wöchentlich Christenlehre und Line-Dance (außerkirchliche Vermietung), vierzehntägig Konfirmandenunterricht und seltener andere Kreise statt.

(4) Lebenssituation

Ostritz und das Pfarrhaus liegen an der B99 und ist ebenso mit öffentlichen Verkehrmitteln (Bus, Bahn) gut angebunden, wodurch man schnell in Görlitz, Löbau und Zittau sein kann, zum Einkaufen oder für den Ehepartner als Arbeitsplatz. Entlang der fußläufig erreichbaren Neiße führt ein wunderbarer Radweg entlang des Flußes bis an die Ostsee, der von vielen Radlern und zwischen Hirschfelde - Kloster Marienthal auch als Schlauchboot-Strecke gern genutzt wird. Zum Baden, Erholen und Wassersport lädt nicht nur der Berzdorfer See gleich in der Nähe ein. Reichhaltig sind Erkundungen in die reizvolle polnische und tschechische Nachbarschaft (Dreiländereck), sowie ins Zittauer Gebirge, Isergebirge und Riesengebirge (bis ca. 1.600 Höhenmeter) und in die durch Umgebindehäuser geprägten Ortschaften, - Klettern (auch für Anfänger einige Klettersteige), Wandern, Wintersport, Inlineskaten und vieles mehr! Kontakte können neben christlichen Angeboten in Sportvereinen, bei der Freiwilligen Feuerwehr, Spielvereinen, beim Reiten, im Internationalen Begegnungszentrum Kloster Marienthal und Stammtischen je nach Veranlagung geknüpft werden. Zwei Kindergärten sind in unmittelbarer Nähe, eine Grundschule ist in Ostritz (Schkola) oder in Hirschfelde und erweiterte Schulen jeweils gut mit dem Bus erreichabar in Bernstadt, Görlitz, Herrnhut (Evangelische Zinzendorfschulen) vorhanden.

Wir hoffen, wir konnten Lust und Interesse an der Pfarrstelle wecken,
und freuen uns auf eine Zusammenarbeit mit Gottes Segen,
Pfarrer Martin Wappler im Namen des Kirchenvorstandes

Wenn der HERR nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen. Psalm 127,1a

Hier wollen wir mehr auf Links verweisen, anstatt Bilder zu zeigen (Urheberrechte):

 

Neuer Hahnenschrei Juni/Juli 2022

Liebe Gemeinde und liebe Gäste,

Sie halten unseren neuen Hahnenschrei in den Händen, der mit einer Menge an großen und besonderen Veranstaltungen aufwartet: vom Lausitzkirchentag, Festwoche der Kommune in Wittgendorf mit Gottesdienst der ehemaligen Pfarrer Andreas Guder und Friedrich Krohn, ebenso wie unser alljährliches Gemeindefest!
Nutzen Sie diese Gelegenheiten ebenso, wie die traditionellen, leiseren Begegnungs- und geistlichen Auftankmöglichkeiten, in Gottesdiensten, Johannistag, Bibelkreisen und anderes mehr, was Sie in diesem Heft entdecken können.

Doch bei allen Feiern, jeder Freude und schöner Gemeinschaft bleibt es stets wichtig, sich davon nicht den Blick auf das Wesentliche verstellen zu lassen: Dazu gehört auf jeden Fall das Leid und Elend weltweit, aktuell besonders in der Ukraine und zum anderen das Bewusstsein um die eigene Endlichkeit! Wir Christen weisen – wie dies Kirchengebäude eindrücklich tun – auf die Ewigkeit hin, nach oben, auf Jesus und seine Wiederkunft, und wir beten für die Nöte und Anliegen der Welt, für unsere Brüder und Schwestern, für Große und Kleine, für die Regierung und viele Belange, weil Gottes Arm mehr vermag als menschliche Kraftanstrengung. Dazu möchte ich ausdrücklich auch Sie ermutern!

Christen und die Kirche haben ein bleibend mahnendes Element. Sie haben Salz und Licht zu sein, in einer faden, gottvergessenen und dunklen Zeit. Das ist unbequem, aber notwendig. Denn wenn wir nicht mehr hinweisen auf die Ewigkeit, auf Himmel und Hölle, Gericht und Verdammnis, Gottes Liebe und Gerechtigkeit - wer macht es dann?

Pfr. Martin Wappler

Do, 26. Mai 14 Uhr Himmelfahrts-Familien-Gottesdienst mit dem Schwesternkirchen (Buchberg Dittelsdorf)

FINDET STATT auf dem BUCHBERG! 🙂

Eindrücke von 2017


Weitere Informationen finden Sie hier

Herzliche Einladung zum traditionellen Himmelfahrtsgottesdienst auf dem Buchberg - Christi Himmelfahrt

Der Buchberg ist der Ort, wo der erste Baum zum Bau für die Dittelsdorfer Kirche gefällt worden ist. An dieser Stelle befindet sich ein Gedenkstein.

Der Gottesdienst wird als gemeinsamer Gottesdienst unseres Schwesternkirch-Verhältnisses gefeiert unter Hauptverantwortung der Gemeindepädagoginnen.

Datum und Uhrzeit

Donnerstag, 26. Mai um 14 Uhr

Es ist sinnvoll, etwas früher anzureisen!

Anfahrt / Ort / Parken

  • Anfahrt am besten mit dem Fahrrad
  • Parkmöglichkeiten leider nur am Straßenrand (oder teilweise mit längerem Fußweg) - blau markiert
  • Fußweg wird vor Ort ausgeschildert sein (Achtung: Zugang nur über Waldwege - nicht behindertengerecht!)

Route: https://www.google.com/maps/dir//50.9658637,14.850091/@50.9656205,14.8501124,1004m/data=!3m1!1e3!4m2!4m1!3e0!5m2!1e1!1e4

Weitere Informationen

Schlechtwetter-Alternative

  • Bei Schlechtwetter (wird rechtzeitig hier bekannt gegeben) findet die Andacht in der Dittelsdorfer Kirche statt

Sitzmöglichkeiten

  • Sind für 60-80 Personen vorhanden (Bierbänke)
  • Gerne Decken und Klappstühle mitbringen

Verpflegung: Kaffee und Kuchen

  • Kaffee und Getränke werden gestellt.
  • Kuchen bringt jeder gerne auch für andere mit! (Wir haben es bisher so gehandhabt: Jeder Ort 2-3 Kuchen).