Andacht - Monatsspruch: Gott ist unsre Zuversicht und Stärke. Psalm 46,2
Vermutlich jeder Mensch kommt irgendwann in schwierige und bedrängende Lebenslagen. Als Christen und als Gemeinde wollen wir gerade in herausfordernden Situationen Ansprechpartner und Wegbegleiter sein. Darum steht wieder auf der Titelseite unseres Gemeindeblatts der Hinweis „Offene Kirche“. Auch wenn unsere Kirchen nicht immer buchstäblich geöffnet sein können, so wollen sie doch einladen und darauf hinweisen, dass es jemanden gibt, der in der Not und mancher Lebenstiefe angesprochen werden kann. Wir laden herzlich ein, uns anzusprechen und bei unseren Veranstaltungen dabei zu sein. Wir wollen alle mit einer guten und klaren Botschaft – dem Evangelium Jesu Christi – beistehen und ermutigen. Weil wir wissen, dass menschliche Hilfe ihre Grenzen hat, zeigen wir eine größere Perspektive. 
Daher schöpfen wir selber aus der übernatürlichen Kraftquelle Gottes und verweisen jeden Dürstenden und Bedürftigen darauf. Wir laden ein, ebenfalls erfrischend die Liebe Gottes „zu trinken“. Das ist auch das Anliegen des Monatsspruchs: „Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben. Psalm 46,2“. Nicht menschliche Worte oder Zusprüche oder Gedanken wollen uns Erquickung und Trost sein, sondern Gott selber, der liebevolle, kreative Schöpfer und barmherzige Vater im Himmel.
Wir als Kirche und Christen sind daher in erster Linie Vermittler, Botschafter an Christi statt. Wir können zuhören, so dass Menschen gehört werden und ihre Last ein wenig ablegen können. Wir können schauen und prüfen, was Gott in seinem Wort zu konkreten Umständen sagt. Und wir können gemeinsam und füreinander beten und Gott um Hilfe bitten. Und auch im Gebet hören, ob Gott mit einem Impuls in die aktuelle Lebenssituation prophetisch hineinspricht.
Und wir als Christen und Kirche sind Zeugen. Wir bezeugen, was wir mit Gott erlebt haben und wie Gott uns selber immer wieder in Krisen beigestanden hat. Wir zeugen zugleich davon, dass das Leben auch als Christ Tiefen und Nöte beinhaltet und auch manche Wegführungen Gottes enthält, die wir nicht verstehen. Wir Christen sind keine besseren Menschen, aber wir haben einen übernatürlichen Halt und einen lebendigen Gott, der uns immer wieder beisteht. Das haben wir erfahren und das wollen wir weitergeben! Zuversichtlich, Pfr. Martin Wappler