Andacht: Mein Bezugspunkt

Gerade in Krisen zeigt sich, ob jemand den richtigen Bezugspunkt in seinem Leben gewählt hat. Es gibt grob gesagt, zwei grundlegende Ausrichtungen: (1) sichtbare, weltliche Orientierung oder (2) unsichtbare, himmlische Orientierung.

Ein Baum beispielsweise steht in der sichtbaren Welt fest verwurzelt. Sein Fixpunkt befindet sich unten im irdischen Bereich. Wenn die Stürme des Lebens über ihn ergehen, mag er sich gewiss eine Zeit fest in der Erde bzw. in unserer Welt halten. Doch ab einer gewissen Windkraft wird selbst der stärkste Baum einknicken.

In diesem Gleichnis steht dem Baum, der in der Erde verwurzelt ist, das Pendel gegenüber. Das Pendel ist oben aufgehangen. Mögen Stürme durchaus auch Pendel in Bewegung, Sorge und Angst bringen, es wird immer wieder zum Ruhepunkt zurückkehren, weil es oben seinen Bezugspunkt hat.

Übertragen auf ein Christenleben bedeutet das nun: Besser sind diejenigen beraten, die ihren Bezugspunkt oben wissen, bei Jesus Christus, im unsichtbaren, himmlischen Bereich. Wer hingegen nur irdisch, weltlich gesinnt und verankert ist, der steht in Gefahr, irgendwann einzuknicken.

Der ist nicht stark, der in der Not nicht fest ist. (Sprüche 24,10)

Dabei geht es nicht um unsere menschliche Kraft und Festigkeit, sondern um ein gegründet und verankert sein in unserem Herrn und Heiland Jesus Christus. Machen wir unser Leben fest in ihm. Bitten und beten wir, dass ER uns in allen Situation beisteht!

Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! (Philipperbrief 4,6)

Bleiben Sie behütet, Pfarrer Martin Wappler

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