Neuer Hahnenschrei Oktober-November 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

unsere sieben Kirchtürme zieren die Titelseite unseres Hahnenschreis. Wie liebevoll erhobene Zeigefinger ragen ihre unterschiedlichen Spitzen meist weithin sichtbar in den Himmel und wollen uns genau an denselben erinnern: zu den traditionellen Erntedankfesten daran, woher uns alles Gute zukommt, wenn wir gemeinsam einstimmen in den Klassiker „Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn, drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!“; zu unseren Kirchweihfesten daran, wie wichtig unseren Vorfahren der christliche Glaube gewesen ist und wie viele Menschen bereits in diesem besonderen und altehrwürdigen Gebäuden Trost, Zuversicht und Perspektive für ihr Leben gewonnen haben; zum Reformationstag soll an unsere evangelische Wurzeln „allein der Glaube, allein die Gnade, allein die Schrift, allein Jesus Christus“ erinnert werden, zum Buß- und Bettag daran, wie gut Versöhnung, Vergebung und das einfache Gebet tut; zum Ewigkeitssonntag daran, dass es weit mehr gibt als nur ein irdisches Leben.
Unser Kirchenjahr, ein bunter und wertvoller Blumenstrauß ganz unterschiedlicher Couleur besonders in dieser herbstlichen Jahreszeit. Sie werden in diesem unserem Hahnenschrei noch viel mehr entdecken. Und ich bin gewiss, es ist auch etwas für Sie dabei! Herzliche Einladung und Grüße,
Pfarrer Martin Wappler (Editorial Hahnenschrei)

Sa, 28. Sep 19:30 Klangbild: Brassappeal (Oberseifersdorf)

BrassAppeal
ist eine mobile Frauenband, die live durch ihre sinnliche und intelligente musikalische Performance überzeugt.

Ideal besetzt mit Schlagzeug, Tuba und zwei Saxophonen spielen die vier Profi-Musikerinnen bekannte Melodien in geistreichen, witzigen und professionellen Arrangements

BrassAppeal präsentiert Unterhaltung, die gute Laune macht und Musik, die exzellentes Niveau garantiert.

BrassAppeal – nach den umjubelten Auftritten 2010 und 2014 erneut in Oberseifersdorf!

Die Musikerinnen:

  • Katja Lau
    Altsaxophon
  • Meike Goosmann
    Tenorsaxophon/Sopransaxophon
  • Natascha Zickerick
    Tuba
  • Lizzy Scharnofske
    Schlagzeug

Repertoire: Jazz, Soul, Pop, Klezmer, Tango u.v.a.m.

Fr, 06. Sep 19:30 Klangbild: GANZ GROSSES KINO (Oberseifersdorf)

Joachim Thoms
Freitag, 6. September 2019 19.30 Uhr in der Kirche zu Oberseifersdorf

ACHIM ist in Premnitz im Havelland aufgewachsen. Nach verschiedenen Band-Engagements als Sänger, Gitarrist und Bassgitarrist folgte ein Studium der Kirchenmusik in Görlitz, später ein Orgel-Improvisations-Studium in Greifswald.

Er ist als Crossover-Organist, Sänger und Entertainer in Kirchen und Konzerthallen und mit seiner eigenen transportablen Sampleset-Orgel in Theatern, Kinos, Ruinen und sogar Höhlen zu hören.

Seine Konzerte bestechen durch eine faszinierende Tasten- und Pedalakrobatik, die er gern mit Gesangs-, Akkordeon- und Kazoo- einlagen garniert.

Erfreuen Sie sich an Klängen aus “Titanic”, “Fluch der Karibik”, “Jenseits von Afrika” oder auch “Die Olsenbande”!

Es wird prickelnd, spannend, virtuos, farbenreich gespielt und von ihm selbst moderiert.

Ein spannender, vergnüglicher Konzertabend, bei dem ACHIM zwischen den einzelnen Stücken auch noch die Orgeln – Kirchen- und Sampleset-Orgel – wechselt.

Neuer Hahnenschrei August/September 2019

Andacht

Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe. (Matthäus 10,7)

Stell dir vor, in deiner unmittelbaren Nähe wird bald ein großes Fest gefeiert. Doch du weißt nichts davon. Dann findet dieses Ereignis ohne dich statt! Weil du davon nichts wusstest, bist du nicht hingegangen. Wie auch? Du wirst dich gewiss ärgern, sobald du erfährst, ein Teil deiner Freunde war dort, ohne dich zu informieren. Vielleicht wärst du auch nicht hingegangen, wenn du davon gewusst hättest. Aber jeder möchte das gerne selbst entscheiden. Niemand will von wichtigen Informationen ausgeschlossen sein. Daher hätte es sich gehört, dir alle Daten zur Verfügung zu stellen und es dann dir zu überlassen, wie du dich dazu verhältst.
Genau das erwartet Jesus Christus von seinen Jüngern: Sie sollen allen sagen – also reden, sprechen, erklären, predigen –, dass das Himmelreich nahe ist. Der Hörer wird dadurch in die Lage versetzt, eine reife und eigene Entscheidung zu treffen. Ihm werden keine Informationen vorenthalten. Er kann sich nun innerlich entschließen, in das Himmelreich Gottes einzutreten oder es eben sein zu lassen. Das nenne ich fairen Respekt auf Augenhöhe.
Das Ergebnis wird infolgedessen sein: Im Himmelreich sind nur diejenigen, die willentlich und bewusst dort eingetreten sind. Alle anderen sind nicht dabei; – aufgrund ihrer persönlichen Wahl!
Genauso würde es sich vermutlich jeder bei seinen eigenen Festlichkeiten wünschen: Er möchte nur diejenigen dabei haben, die gerne kommen! Wer nicht kommen mag, der soll bleiben, wie man so schön sagt, wo der Pfeffer wächst.
„Gut“, sagst du vielleicht wie viele andere auch, „ich werde es mir überlegen mit dem Himmel. Ich habe ja noch Zeit.“ Diese verbreitete Einstellung birgt jedoch einen großen Irrtum. Wenn Jesus dich heute ruft, „Komm!“, und du erklärst, „Jetzt passt es mir nicht!“, dann hast du vielleicht deine Gelegenheit vergeben. Jesus vergleicht diesen Gedanken einmal mit einer Hochzeitsfeier (Mt 22). Nachvollziehbar: Denn es gibt für jede Hochzeit einen einzigen, festen Termin. Wer an diesem Datum nicht teilnehmen kann oder will, der wird diese Hochzeit verpassen und niemals nachholen können.
Daher rät bereits der Volksmund: Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen! Das Himmelreich ist nahe, du bist eingeladen, – tritt ein, herzlich willkommen,
Pfarrer Martin Wappler