Klangbild-Ausblick für 2019

Neun Jahre Oberseifersdorfer Musiksommer – aber der 10. Jahrgang dieser Konzertreihe. Daher ist es kein Wunder, dass das Programm schon etwas auf Jubiläum „gebürstet“ ist. Davon zeugen besonders Konzerte mit „Musikern der ersten Stunde“. Doch der Reihe nach. Anfang Mai kommt „Duo Levante“ aus der holländisch/deutschen Grenzgegend mit einer schon seltenen Instrumentenkombination (Cello /Akkordeon) zu uns. Das Programm wird aber wie so oft eher „bunt“ sein. Zum zweiten Mal dabei das Duo „pipe meets organ“ mit Musik für Dudelsack und Orgel. Sicher neben dem Hörgenuss auch ein „Hingucker“. Anfang September dann ein Organist aus Berlin, der seine gesampelte Konzertorgel gleich mitbringt und ebenfalls bei eher untypischen Orgelklängen (Filmmusiken etc.) von vorn zu erleben ist. Im ersten Jahrgang dabei, beim 5. Mal dabei und nun auch beim 10. Jahrgang. Die DamenBrassBand „BrassAppeal“ aus Berlin wird den Kirchenraum wieder mit toller Musik und hoffentlich mit Ihnen als Besucher füllen. Bei den oftmals musizierend umherwandernden Damen ist es fast schwierig Platz zu behalten. Einfach mitreißend!! Kaum Abkühlung – trotz „Wintermusik“ wird es bei „Alphorn und Orgel“ geben. Auch diese Musiker waren am Anfang dabei, sie spielten damals das allererste Konzert dieser Reihe. Inzwischen hat sich zum harfespielenden Alphornisten ein schalmeyspielender Schlagwerker gesellt. Gemeinsam bilden sie die „Rapauken“. Bei diesem Wortspiel ist neben besinnlicher Weihnachtsmusik schon das ausgelassene musikalische Feuerwerk vorprogrammiert. Ganz unter dem bewährten Motto „wer nicht kommt, hat was verpasst“ freue ich mich auf gute Musiker in schöner Athmosphäre und natürlich auf Sie. (Termine siehe Jahresplan)
Jörg Wachler

Mi, 06. März 18:00 Aschermittwoch-Andacht (Dittelsdorf)

Verhülltes Altarkreuz Michaelskirche bei Tübingen, gemeindebrief.de

In den letzten vier Jahrzehnten haben wir evangelischen Christen einige christliche Bräuche wieder entdeckt, die Luther zwar noch kannte, die aber in den Jahrhunderten nach der Reformation dem Vorrang des Wortes im Gottesdienst zum Opfer gefallen sind. Aber wir Menschen brauchen Symbole und Rituale, den Wechsel von Festen und Fasten, nicht nur Geistiges, sondern auch Körperliches. Auch in evangelischen Aschermittwochs-Gottesdiensten kann man heute zuweilen das Aschekreuz auf die Stirn gezeichnet bekommen. Die Asche ist ein Symbol für die Vergänglichkeit – sowie für die Buße und Reue.
Mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit vor Ostern. Und der Karneval ist überhaupt erst entstanden, weil man vor der langen Fastenzeit nochmal richtig Ausschweifungen genießen wollte. „Carne vale“ ist lateinisch und heißt „Fleisch, leb wohl“. Das kommt her von den einstmals strengen Fastengeboten.
Das Datum des Aschermittwochs wird nach dem beweglichen Osterfest berechnet. Mit Einbeziehung von Karfreitag und Karsamstag und mit Ausnahme der Sonntage ergeben sich genau 40 Fastentage vor dem höchsten christlichen Fest der Auferstehung.
Barbara Herbig

Fr, 01. März Weltgebetstag „Kommt, alles ist bereit!“

Lassen auch Sie sich einladen nach:
Schlegel ins Gemeindehaus um 19.00 Uhr,
Oberseifersdorf ins Pfarrhaus um 14:30 Uhr,
Ostritz ins Gemeindehaus um 19:30 Uhr

WELTGEBETSTAG: „Kommt alles ist bereit“

So heißt es dieses Jahr zum Weltgebetstag am 1. März. Unter diesem Motto wollen wir uns auch wieder in Siebenkirchen versammeln und gemeinsam beten und feiern. Wir werden uns mit „Dober dan“ oder „Dober vecer“ begrüßen. In diesem Jahr reisen wir ins südliche Europa nach Slowenien.
In einer Legende des Landes heißt es: „Kommt, alles ist bereit!“, hat Gott schon zu den Menschen gesagt, als seine Schöpfung fertig war und er allen Völkern ihr Land zugeteilt hat. Aber, allen Menschen? Nein, da gab es noch eine kleine Gruppe, die ganz bescheiden und still da stand und wartete. Gott fragte sie: „Warum geht ihr nicht in euer Land?“. „Du hast uns noch keines zugewiesen.“, antworteten sie. Tatsächlich, er hatte sie vergessen. Das war ihm aber sehr peinlich. Was nun? Er überlegte kurz und sagte dann zu ihnen: „Ich habe noch ein ganz kleines Stückchen Land, aber es hat einen besonders schönen kleinen Küstenstreifen, eine fruchtbare Tiefebene, sanfte Hügel mit Weinbergen, verwunschene Seen, grüne Wälder, ein hohes Gebirge mit wilden Wasserfällen und Bächen und weil es so klein ist, ist es sogar unterkellert mit geheimnisvollen Tropfsteinhöhlen und einem unterirdischen See. Das Land, das ich euch gebe, ist der Teil in dem ich mich eigentlich selbst erholen und ausruhen wollte. So kamen die Slowenen zu ihrem Land. Und es bietet Raum für alle. Es ist noch Platz, besonders für all jene Menschen, die sonst ausgegrenzt werden wie Arme, Geflüchtete, Kranke und Obdachlose. Slowenien ist eines der jüngsten und kleinsten Länder der Europäischen Union. Von seinen gerade mal zwei Millionen Einwohnerinnen sind knapp 60 % katholisch. Obwohl das Land tiefe christliche Wurzeln hat, praktiziert nur gut ein Fünftel der Bevölkerung seinen Glauben. Bis zum Jahr 1991 war Slowenien nie ein unabhängiger Staat. Dennoch war es über Jahrhunderte Knotenpunkt für Handel und Menschen aus aller Welt. Sie brachten vielfältige kulturelle und religiöse Einflüsse mit. Bereits zu Zeiten Jugoslawiens galt der damalige Teilstaat Slowenien als das Aushängeschild für wirtschaftlichen Fortschritt. Heute liegt es auf der „berüchtigten“ Balkanroute, auf der im Jahr 2015 tausende vor Krieg und Verfolgung geflüchtete Menschen nach Europa kamen. Mit offenen Händen und einem freundlichen Lächeln laden die slowenischen Frauen die ganze Welt zu ihrem Gottesdienst ein.
Sibille Franke

Fr, 15. Febr 18:30 Uhr Vortragsabend „Beicht macht leicht“

Thema: „Beicht macht leicht! – das gilt nicht nur für Katholiken – Evangelische Beichtstühle in Kirchen der Oberlausitz“

Referent: Alexander Wieckowski,

Pfarrer der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Wurzen & Kühren-Burkartshain

Beginn: 18.30 Uhr mit der Eröffnung der Ausstellung „Aus unserer schönen Heimat/Teil 2 – Federzeichnungen von Adolf Schorisch“

Anschließend: gemeinsames Abendbrot nach dem Prinzip „Jeder bringt etwas mit“

Dank dem Ehrenamt!!

Herzlichen Dank allen Krippenspielern und Verantwortlichen

Ganz herzlich möchte auch ich mich bei allen Krippenspielern, den Eltern und den Verantwortlichen bedanken, dass Sie es auch dieses Jahr wieder möglich gemacht haben, dass vielfältige Krippenspiele unsere Christvespern bereichert haben. Für alle Investition von Zeit und Mühe vielen Dank!!

Und ebenso überhaupt allen Ehrenamtlichen herzlichen Dank und meine große Wertschätzung für jeden Einsatz im Öffentlichen oder Verborgenen, klein oder groß, als Hahnenschrei-Austräger, Küster, Lektor, Kirchenvorstandsmitglied und Helfer in den vielfältigen Bereichen unserer abwechslungsreichen Kirche!

Bringen Sie sich gerne auch 2019 wieder mit ein und motivieren andere dazu, herzlichst Pfr. Martin Wappler

Hahnenschrei Februar/März 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Fasten ist in Mode. Vielleicht fasten Sie ja auch, mindestens einmal im Jahr, weil es gesund ist, weil der Körper mal entschlacken muss – und weil Sie gern etwas schlanker werden wollen.
Fasten ist in Mode, weil wir nicht nur von allem reichlich haben und viel zuviel essen. Sondern weil wir auch überschüttet werden mit Werbung für Konsumgüter, weil wir viel mehr besitzen als wir brauchen und weil wir uns immer wieder zum Kaufen verführen lassen. Die Dinge, die ich besitze, die besitzen eigentlich mich.
Und dann kommt die Fastenzeit. Für mich die intensivste Zeit des Jahres. Die Zeit, in der ich bewusst verzichte und staunend erkenne, wie wenig ich eigentlich brauche von den Dingen, die mich abhängig machen wollen. Dann feiern wir Weltgebetstag und hören, wie Menschen fast überall auf der Welt viel bescheidener leben als wir in Deutschland, aber auch viel mehr Gottvertrauen haben als wir. Und wir treffen uns zur Bibelwoche, lesen vom Glaubenszeugnis der ersten Christen und fragen uns, was eigentlich wir antworten würden auf die Frage nach unserem Glauben.
Fastenzeit ist wie eine Tür, die sich mir öffnet auf der Suche nach dem, was wesentlich ist.
Ihre Barbara Herbig

(Editorial Hahnenschrei)