Mi, 06. März 18:00 Aschermittwoch-Andacht (Dittelsdorf)

Verhülltes Altarkreuz Michaelskirche bei Tübingen, gemeindebrief.de

In den letzten vier Jahrzehnten haben wir evangelischen Christen einige christliche Bräuche wieder entdeckt, die Luther zwar noch kannte, die aber in den Jahrhunderten nach der Reformation dem Vorrang des Wortes im Gottesdienst zum Opfer gefallen sind. Aber wir Menschen brauchen Symbole und Rituale, den Wechsel von Festen und Fasten, nicht nur Geistiges, sondern auch Körperliches. Auch in evangelischen Aschermittwochs-Gottesdiensten kann man heute zuweilen das Aschekreuz auf die Stirn gezeichnet bekommen. Die Asche ist ein Symbol für die Vergänglichkeit – sowie für die Buße und Reue.
Mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit vor Ostern. Und der Karneval ist überhaupt erst entstanden, weil man vor der langen Fastenzeit nochmal richtig Ausschweifungen genießen wollte. „Carne vale“ ist lateinisch und heißt „Fleisch, leb wohl“. Das kommt her von den einstmals strengen Fastengeboten.
Das Datum des Aschermittwochs wird nach dem beweglichen Osterfest berechnet. Mit Einbeziehung von Karfreitag und Karsamstag und mit Ausnahme der Sonntage ergeben sich genau 40 Fastentage vor dem höchsten christlichen Fest der Auferstehung.
Barbara Herbig

print