Fr, 01. März Weltgebetstag „Kommt, alles ist bereit!“

Lassen auch Sie sich einladen nach:
Schlegel ins Gemeindehaus um 19.00 Uhr,
Oberseifersdorf ins Pfarrhaus um 14:30 Uhr,
Ostritz ins Gemeindehaus um 19:30 Uhr

WELTGEBETSTAG: „Kommt alles ist bereit“

So heißt es dieses Jahr zum Weltgebetstag am 1. März. Unter diesem Motto wollen wir uns auch wieder in Siebenkirchen versammeln und gemeinsam beten und feiern. Wir werden uns mit „Dober dan“ oder „Dober vecer“ begrüßen. In diesem Jahr reisen wir ins südliche Europa nach Slowenien.
In einer Legende des Landes heißt es: „Kommt, alles ist bereit!“, hat Gott schon zu den Menschen gesagt, als seine Schöpfung fertig war und er allen Völkern ihr Land zugeteilt hat. Aber, allen Menschen? Nein, da gab es noch eine kleine Gruppe, die ganz bescheiden und still da stand und wartete. Gott fragte sie: „Warum geht ihr nicht in euer Land?“. „Du hast uns noch keines zugewiesen.“, antworteten sie. Tatsächlich, er hatte sie vergessen. Das war ihm aber sehr peinlich. Was nun? Er überlegte kurz und sagte dann zu ihnen: „Ich habe noch ein ganz kleines Stückchen Land, aber es hat einen besonders schönen kleinen Küstenstreifen, eine fruchtbare Tiefebene, sanfte Hügel mit Weinbergen, verwunschene Seen, grüne Wälder, ein hohes Gebirge mit wilden Wasserfällen und Bächen und weil es so klein ist, ist es sogar unterkellert mit geheimnisvollen Tropfsteinhöhlen und einem unterirdischen See. Das Land, das ich euch gebe, ist der Teil in dem ich mich eigentlich selbst erholen und ausruhen wollte. So kamen die Slowenen zu ihrem Land. Und es bietet Raum für alle. Es ist noch Platz, besonders für all jene Menschen, die sonst ausgegrenzt werden wie Arme, Geflüchtete, Kranke und Obdachlose. Slowenien ist eines der jüngsten und kleinsten Länder der Europäischen Union. Von seinen gerade mal zwei Millionen Einwohnerinnen sind knapp 60 % katholisch. Obwohl das Land tiefe christliche Wurzeln hat, praktiziert nur gut ein Fünftel der Bevölkerung seinen Glauben. Bis zum Jahr 1991 war Slowenien nie ein unabhängiger Staat. Dennoch war es über Jahrhunderte Knotenpunkt für Handel und Menschen aus aller Welt. Sie brachten vielfältige kulturelle und religiöse Einflüsse mit. Bereits zu Zeiten Jugoslawiens galt der damalige Teilstaat Slowenien als das Aushängeschild für wirtschaftlichen Fortschritt. Heute liegt es auf der „berüchtigten“ Balkanroute, auf der im Jahr 2015 tausende vor Krieg und Verfolgung geflüchtete Menschen nach Europa kamen. Mit offenen Händen und einem freundlichen Lächeln laden die slowenischen Frauen die ganze Welt zu ihrem Gottesdienst ein.
Sibille Franke

print