So, 22. Nov Ein Wort zum Totensonntag

Trauer um den Verlust eines geliebten Menschen
Friedhof Ohlsdorf in HamburgWenn eine nahestehende Person stirbt und somit endgültig von uns geht, dann hinterlässt dies tiefe Schmerzen und häufig auch ungelöste Fragen. Denn es wird nie wieder so sein, wie es bisher gewesen ist. Ein einzigartiger Mensch, ein Unikat Gottes, existiert auf dieser Erde nicht mehr. Diese Unabänderlichkeit kann zur Verzweiflung führen. Obwohl jeder Mensch weiß, dass Lebenszeit begrenzt ist, schockiert jedes Sterben erneut. Damit umzugehen ist nicht einfach, aber notwendig. Daher schätze ich, dass die evangelische Kirche am Ende des Kirchenjahres, diesmal am 22. November 2015, ganz bewusst die Ewigkeit in den Blick nimmt und der Verstorbenen des letzten Jahres gedenkt und somit dieses wichtige Thema zur Sprache bringt. Dabei bietet die Kirche nicht nur Raum für Gespräche, sondern sie hat auch eine Hoffnungsbotschaft zu verkündigen: Zuerst der tröstende Zuspruch, dass Jesus Christus jeden Menschen und seine Sorgen zutiefst kennt und ihm gerade auch in schweren Zeiten bestehen will. Dann hat sie auch die Zukunftsfreude über den Tod weiterzugeben: Der Tod ist nicht das Ende, sondern es wird eine Auferstehung geben! Jesus spricht: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt“ (Joh 11,25). Ihnen allen Gottes Segen, gerade dann, wenn Sie in schwierigen Lebenssituationen stehen sollten!
Bleiben Sie behütet, Ihr Pfarrer M. Wappler

Foto: epd bild  (http://gemeindebrief.evangelisch.de/)

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