Konfirmation 2020 verschoben auf: 06.09.2020

Aufgrund der aktuellen Einschränkungen des öffentlichen Lebens haben wir im Einvernehmen mit den Konfirmanden-Eltern beschlossen und im Kirchenvorstand am 22.04.2020 bestätigt:

Die Konfirmation wird vom 10. Mai 2020 auf Sonntag, den 06. September 2020 um 13:00 Uhr in Wittgendorf verschoben!

Der neue Termin liegt direkt eine Woche nach den Sommerferien und damit für einige Eltern direkt nach den Einschulungsfeiern. Doch bei Berücksichtigung vieler Faktoren war dies dennoch das beste Datum von allen möglichen durchdachten Optionen.

 

Gottesdienste in Siebenkirchen (22.04. bis 03.05.2020)

(Link Schaukastenaushänge: 2020_04_24_Aushang_Schaukästen_Siebenkirchen)

Liebe Gemeindeglieder, liebe Gäste,

wir freuen uns, dass ab sofort wieder Gottesdienst stattfinden können; diese sind jedoch nur möglich unter strengen Hygienemaßnahmen*, insbesondere nur mit maximal 15 Personen!

Daher hat der Kirchenvorstand am 22.04.2020 beschlossen, zu den in unserem Gemeindeblatt Hahnenschrei (siehe unten Gottesdienstplan) veröffentlichten Gottesdienstzeiten, an der Kirchentür - bzw. auf den geräumigen Vorplätzen im Freien vor der Kirche - eine Andacht von ca. 15 Minuten anzubieten bei Einhaltung der Abstandsregeln von mind. 1,5 m. Sollte die Versammlung eine Teilnehmerzahl von 15 Personen überschreiten wird die Gruppe geteilt. Dazu werden die Verantwortlichen entsprechende Lesungen und geistlichen Worte als Verteilblatt mitbringen.

Wir verweisen gerne auch auf die Fernseh-, Radio- und Internetgottesdienste wie

möchten jedoch dem großen und berechtigten Bedürfnis zahlreicher Menschen, Gottesdienst vor Ort zu feiern, in der aktuellen Situation angemessen nachkommen.

* 2020_04_22_Hygieneschutzkonzept_EVLKS_Gottesdienste_Corona 2020_04_22_Checkliste_PandemieMassnahmen_EVLKS

Andacht Sonntag Quasimodogeniti

Fürchte dich nicht, du kleine Herde!, - spricht der heutige Lehrvers (Lk 12,32).

Das ganze Kapitel Lukas 12 lädt ein, genauer betrachtet zu werden, um zu erkennen, was Auslöser dieses ermutigenden Zuspruches "Fürchte dich nicht!" sind. Da geht es um die Balance zwischen Gottes- und Menschenfurcht, zwischen Feigheit und Bekenntnis, zwischen Diesseits und Jenseits, zwischen Sorgen und Vertrauen.

Im Angesicht all dieser Herausforderungen, bekommt sowohl der heutige Vers eine ganz andere Tiefe: „Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben.“ (Lk 12, 32) als auch der Predigttext: „Er gibt dem Müden Kraft, und Stärke genug dem Unvermögenden. Männer werden müde und matt, und Jünglinge straucheln und fallen; aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“ (Jes 40,29-31).

Seien wir begierig nach dem Wort Gottes,
Quasimodogeniti – der Name des heutigen Sonntags -
Wie die neugeborenen Kindlein. 1.Petrus 2,2,
Pfr. Martin Wappler

Kindergottesdienst (neues Video)

Liebe Kinder,

für die Osterferien ein kleiner Kindergottesdienst-Video-Clip! Die Lieder könnt ihr gerne mitsingen. Aus Urheberrechtsgründen können wir die Texte hier nicht veröffentlichen, doch unten findet ihr die Links dazu.

Viel Freude, Gottes Segen und bleibt behütet!

Links zu den Liedtexten und anderem Material:

 

Andacht Ostermontag

Der Mensch rechnet mit allem, – nur nicht mit Gott! Als der auferstandene Jesus mitten unter seine Jünger trat, „fürchteten [sie] sich und meinten, sie sähen einen Geist“ (Lk 24,37). Das klingt bekannt: Als sie sich in großer Not und Lebensgefahr auf dem See Genezareth befanden und Jesus zu ihnen kam, „erschraken sie und riefen: Es ist ein Gespenst!“ (Mt 14,26). Und selbst der damalige Landesfürst Herodes hatte über Jesus zu seinen Lebzeiten gedacht, er wäre eher der auferstandene Johannes der Täufer (Mt 14,1) anstatt Jesus Christus, der Sohn Gottes!

Der Mensch reimt sich eine Menge zusammen und formuliert dann gerne süffisant: „Ich habe meinen Glauben!“. Dabei kann Jesus geradezu vor einem stehen, ohne dass er erkannt wird; wie vor Maria, die meinte, er wäre der Gärtner (Joh 20,15) oder wie bei den Emmaus-Jüngern (Lk 24,15). Wie blind wir Menschen sein können, „Toren, zu trägen Herzens, all dem zu glauben, was die Propheten geredet haben!“ (Lk 24,25).

Es tut Not, sich auf Jesus Christus einzulassen. Wir hören das im heutigen Evangelium: Jesus „stellte sich, als wollte er weitergehen“ (Lk 24,28). Aber „sie drängten ihn und sprachen: Bleibe bei uns“. Jesus ist höflich. Er drängt sich nicht auf. Doch wo er hineinkommt, heißt es „da wurden ihre Augen geöffnet und sie erkannten ihn.“

Rechnen wir mit Jesus Christus in unserem Leben, – heute, hier und jetzt. Drängen und bitten wir ihn, in unser Haus, in unser Herz zu kommen, damit unsere (Herzens-)Augen geöffnet werden und wir ihn erkennen, damit der herrliche Ostergruß nicht nur eine schöne Tradition bleibt, sondern aus tiefster Überzeugung kommen kann: „Der Herr ist wahrhaftig auferstanden“ (Lk 24,24).

Mögen unsere Herzen brennen (Lk 24,32) für Jesus Christus,
bleiben Sie behütet, Pfr. Martin Wappler

Andacht Ostersonntag

Das Grab war leer! Das bezeugen alle vier Evangelien (Mt 28,1ff; Mk 16,1ff; Lk 24,1ff; Joh 20,1ff). Demnach lehrt die Bibel eindeutig, dass Jesus Christus leibhaftig, tatsächlich, wirklich, echt auferstanden ist (vgl. auch 1Kor 15). Diese Aussage der Auferstehung Jesu Christi bekennen wir als Christen jeden Sonntag im Gottesdienst, ist sie doch Voraussetzung unserer ewigen Errettung:

Röm 10,9 Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. 10 Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet.

Wenn du (noch) nicht glaubst, dass Jesus Christus tatsächlich leibhaftig von den Toten auferstanden ist, dann kannst du die Worte unserer Jahreslosung beten: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben! (Mk 9,24)“, damit wir alle erkennen: Jesus lebt und wir ihn gemeinsam für dieses unbegreifliche Wunder danken: Halleluja!

Lasst uns sowohl der Auferstehung Jesu
als auch unserer zukünftigen eigenen Auferstehung ganz gewiss sein,
herzlichst, Pfr. Martin Wappler

Passionsandacht Karsamstag

Die Höllenfahrt Jesu Christi. – Gemeinsam bekennen wir als Christen jeden Sonntag in unserem Glaubensbekenntnis „.... Jesus ... gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, ...“.

Wir bekennen, dass Jesus Christus nach seinem Tod (am Karfreitag) und vor seiner Auferstehung (am Ostersonntag) in das Reich des Todes hinabgestiegen ist. [Manch alte Übersetzung des Apostolicums formuliert: „niedergefahren in die Hölle“.]

Für mich werden damit insbesondere zwei Fragen plausibel beantwortet: (1) Wo war Jesus bzw. seine Seele am Karsamstag? und: (2) Wenn Jesus lehrt, dass niemand in den Himmel zu Gott, den Vater kommen kann, außer durch ihn selber (Joh 14,6 Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.), was ist dann mit all denen, die vor Jesu Menschwerdung auf Erden lebten?

Mit der sogenannten Höllenfahrt Christi wird letztere Frage überzeugend beantwortet: Alle Menschen vor Jesu Lebzeit auf Erden bekamen durch das Erscheinen Jesu im Totenreich die Möglichkeit, sich persönlich für oder gegen ihn zu entscheiden und damit ihr Schicksal auf ewig zu besiegeln.

Wir hingegen haben die Möglichkeit, uns während unserer Lebenszeit auf dieser Erde, heute für Jesus oder auch gegen ihn zu entschließen und damit den Wert unserer Ewigkeit festzulegen. Das ist eine große Freiheit und damit zugleich eine große Verantwortung!

Denn Gott „will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. 5 Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, 6 der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung,“ (1. Timotheusbrief 2).

Gott sei uns gnädig und erfülle uns mit seinem Heiligen Geist,
herzlichst, Pfr. Martin Wappler

PS.: Wer sich weiter mit diesem ungewöhnlichen Thema befassen will, dem seien hier die beiden wichtigsten Bibelstellen aufgelistet, die als Einstieg einladen wollen, sich ein eigenes Bild zu machen:

  • Epheser 4,9 Dass er aber aufgefahren ist, was heißt das anderes, als dass er auch hinabgefahren ist in die Tiefen der Erde?
  • 1. Petrus 3,19 In ihm ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis, 20 die einst ungehorsam waren, als Gott harrte und Geduld hatte zur Zeit Noahs, als man die Arche baute, ain der wenige, nämlich acht Seelen, gerettet wurden durchs Wasser hindurch.

Passionsandacht Karfreitag

Jesus. – „Weg, weg mit dem! Kreuzige ihn!“ schrie damals die Masse. Heute ist kaum jemand mehr so martialisch, wenngleich sich an der Grundeinstellung gegenüber Jesus in der Breite kaum etwas geändert hat. Die Menge formuliert nun scheinbar etwas humaner: „Wir brauchen diesen Jesus nicht!“ oder persönlicher: „Ich brauche Jesus nicht!“.

Johannes 19, 15 Sie schrien aber: Weg, weg mit dem! Kreuzige ihn! Spricht Pilatus zu ihnen: Soll ich euren König kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen König als den Kaiser. 16 Da überantwortete er ihnen Jesus, dass er gekreuzigt würde.

Doch das Angebot Jesu steht trotzdem und weiterhin: die Versöhnung mit Gott, dem Vater, wie es der heutige Predigttext formuliert:

2Korintherbrief 5, 19 Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. 20 So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott! 21 Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.

Die damalige Masse lehnte Jesus, das Leben (Joh 14,6), ab und wählte dafür den Mörder und Räuber, Barrabas, und damit den Tod.

Mt 27,17 Und als sie versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Welchen wollt ihr? Wen soll ich euch losgeben, Jesus Barabbas oder Jesus, von dem gesagt wird, er sei der Christus?(...) 21 Sie sprachen: Barabbas!

Als christliche Kirche rufen wir ganz besonders heute und durch alle Zeiten: „Lasst euch versöhnen mit Gott!“, wählt Jesus!, wählt das Leben, darum bitte euch ebenfalls an Christi statt, herzlichst, Pfr. Martin Wappler